Über Litigation-PR

Über Litigation-PR


Der vor allem aus den USA stammende Begriff der Litigation-PR bedeutet so viel wie „Öffentlichkeitsarbeit im Rechtsstreit“. Sie wird in den Vereinigten Staaten bereits seit über 30 Jahren praktiziert und ist mittlerweile auch in Deutschland fester Bestandteil der juristischen Strategien geworden. Durch die zunehmende Medialisierung unserer Gesellschaft kommt der Litigation-PR heutzutage mehr Bedeutung zu denn je.

Bei der Prozess-PR geht es darum, vor, während und nach einem Gerichtsprozess gezielt nach innen und außen zu kommunizieren. So soll ein möglicher negativer Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung durch das Gerichtsverfahren verhindert werden. Denn: Ein einmal entstandenes Bild in der Öffentlichkeit ist meist nicht ohne weiteres wieder abzustreifen. Wenn der Gerichtsstreit zur Medienschlacht erklärt wird, riskieren die Involvierten nicht selten, durch das Medienecho langfristig geschädigt zu werden. Und ein Freispruch vor Gericht bedeutet längst nicht, dass man auch die Öffentlichkeit überzeugt hat. Ziel der Litigation-PR ist es also, die Meinungsbildung der breiten Masse zu steuern. Durch prozessbegleitende Medienarbeit wird einer Vorverurteilung durch die Medien entgegengewirkt, der gute Ruf der Mandanten nachhaltig geschützt und somit teils auch das Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung beeinflusst. Darüber hinaus geht es darum, Verhaltensstrategien für die Betroffenen im Krisenfall zu entwickeln und die hochkomplexen rechtlichen Sachverhalte für die Medien verständlich aufzubereiten.

Litigation-PR erfordert eine gewissenhafte Vorbereitung, sowie juristische und mediale Expertise unter Einbeziehung aller potentiellen Brandherde. Typische Werkzeuge der Litigation-PR sind dabei Hintergrundgespräche mit Journalisten, das Aufbereiten von Q&A-Katalogen rund um den Rechtsstreit, sowie eine aktive oder reaktive Kommunikation durch Medienberichte. Doch auch klassische Mittel der PR-Arbeit wie Pressemitteilungen oder -konferenzen kommen zum Einsatz. Besonders wichtig ist darüber hinaus eine aktive Betreuung der digitalen Kanäle wie Social-Media oder die Einrichtung spezieller prozessgeleitender Litigation-PR-Homepages und Blogs.